Bundestagsabgeordneter Hermann Ott besucht die Wuppertaler LHC-Gruppe

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Ott (Bündnis 90/Die Grünen) hat am Dienstag die LHC-Gruppe an der Bergischen Universität Wuppertal besucht. Mit den Teilchenphysikern Prof. Dr. Peter Mättig, Prof. Dr. Christian Zeitnitz und ihren Mitarbeitern sprach er über die Forschung der Gruppe am Large Hadron Collider (LHC) – dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Bedeutung des Europäischen Zentrums für Teilchenphysik CERN in Genf für den Technologiestandort Deutschland und die Bergische Region. Am CERN forschen ca. 50 Mitarbeiter und Studierende der Bergischen Universität mit dem Ziel, Strukturen zu verstehen, die sehr viel kleiner als ein Atomkern sind. Vor drei Jahren ist der LHC am CERN in Betrieb genommen worden.

Dr. Hermann Ott und die Wuppertaler Gruppe diskutierten über die Möglichkeiten, ihre Forschungen am LHC für die Region verstärkt nutzbar zu machen. Mit mittelständischen Unternehmen des Bergischen Raums bestehen bereits Kooperationen. So wurden in den letzten Jahren aus Mitteln der LHC-Förderung Aufträge mit einem Volumen von rund 700.000 Euro an Betriebe im Bergischen Land vergeben. Ziel der Zusammenarbeit bergischer Unternehmen und der Wuppertaler LHC Gruppe war es, Technologien zu entwickeln, mit denen die hohen Anforderungen der LHC-Nachweisgeräte erfüllt werden konnten. Mitglieder der Wuppertaler Forschergruppe zeigten Hermann Ott neue und schnelle elektronische Komponenten sowie ultraleichte mechanische Trägerstrukturen als Beispiele der Wuppertaler Forschung und Entwicklung.

Die Arbeiten am LHC diskutierte der Bundesabgeordnete mit den Forschern auch vor dem Hintergrund seines Interesses, sehr bald eine nachhaltige Energietechnik zu realisieren. Die Wissenschaftler betonten, dass Forschung einen langen Atem braucht und nicht immer auf eine unmittelbare Anwendung ausgerichtet sein darf. Gegenstand des weiteren Gesprächs war das große Interesse der Öffentlichkeit an den Beiträgen der LHC-Gruppe im Rahmen von Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen und Schulbesuchen.

Dr. Ott zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Wuppertaler Gruppe: „ Es ist wirklich toll, zu sehen, wie zentral der Beitrag unserer Wuppertaler Gruppe an der Arbeit des Large Hadron Colliders in Genf ist. Spitzenforschung made in Wuppertal - und das unter Einbeziehung von Firmen und Einrichtungen aus der Region. Diese Forschung stärkt alle Beteiligten, stärkt Stadt und Region und ist nicht zuletzt eine unverzichtbare Grundlage für die technologische Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen “.

„Für unsere Arbeit sind wir auf politische Unterstützung angewiesen. Die Beteiligung am LHC hat Bedeutung für die Entwicklung Technologiestandort Deutschland und strahlt auch auf den Bergischen Raum aus. Es ist für uns sehr wichtig, dass Herr Ott sich für unsere Belange in Berlin einsetzt“, betonte Prof. Peter Mättig. 

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zuletzt bearbeitet am: 05.06.2013