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Detektorbau & Entwicklung
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Mechanische Trägerstrukturen für den ATLAS-Pixeldetektor
Die Sensormodule des ATLAS-Pixeldetektors benötigen eine Trägerstruktur, die sie um den Wechselwirkungspunkt herum fixiert. Dabei muss maximale Steifigkeit der Struktur bei gleichzeitig minimalem Materialeinsatz erreicht werden. Die Minimierung der eingesetzen Masse ist erforderlich, um die Stoßparameterauflösung des ATLAS-Detektors, die durch Vielfachstreuung begrenzt wird, zu optimieren. Da die Trägerstruktur nur wenige Zentimeter vom Kollisionspunkt der Teilchen entfernt eingebaut wird, müssen die verwendeten Werkstoffe außerdem sehr strahlungsbeständig sein.
Das Wuppertaler Detektorlabor hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) in Kaiserslautern eine hochsteife, ultraleichte und strahlungsbeständige Trägerstruktur aus einem Verbundwerkstoff, der auf Kohlenstofffasers basiert, für den ATLAS-Pixeldetektor entwickelt und gebaut.
Der ATLAS-Pixeldetektor
Die Wuppertaler Trägerstrukturen
Das eingesetzte Material
Die Kohlefasern (CFK): Als Laminat wurde ein 6 lagiger, quasi-isotroper Aufbau aus dem CFK-Prepregsystem XN80/EX1515 eingesetzt. Der E-Modul der XN80-Kohlenstofffaser beträgt 780 GPa. Das Cyanatester-Harzsystem EX1515 weist neben einer geringen Feuchteaufnahme eine sehr hohe Strahlenbeständigkeit auf. Die Laminatdichte beträgt 1,76 kg/dm3,, der mittlere Zug-E-Modul 156 GPa. Zur Charakterisierung des Werkstoffes vor und nach der Autoklavhärtung wurden DSC-und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.
PEEK für die Herstellung von Abstandhaltern, Schrauben und Anbindungselementen verwendet, während für das eigentliche Bauteil PEEK mit Kohlenstofffaserverstärkung aufgrund der besseren mechanischen Eigenschaften und Verklebbarkeit mit CFK eingesetzt wird.
Alle nicht lösbaren Verbindungen wurden mit dem Epoxidharz Araldit AW 106 ausgeführt, das sich auf Grund guter Strahlenbeständigkeit und guter mechanischer Eigenschaften für diese Anwendung eignet.
Beteiligte Wissenschaftler
Dr. rer. nat. Karl-Walter Glitza
Dipl.-Phys. Ing. Bernd Sanny
Aktualisiert (Dienstag, 07. September 2010 um 11:59 Uhr)



